Mit Auspuff umweltfreundlich unterwegs

Michael Tanner | 7 Februar 2016
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Beim Warten auf den Bus Richtung Mahahual begegnet uns ein Junge mit einem Spezialvelo. Er gibt uns die Erlaubnis zum Fotografieren.

Seinem Fahrrad sind zwei Rohre angeschweisst, wie Auspuffe. Was ist das Geheimnis dieses Fahrzeuges? Es wird mit Muskelkraft angetrieben und stösst keinerlei Abgase aus. Die “Auspuffe” sind Dekoration.

In Zentralamerika hatte ich öfters den Ausdruck “Chickenbus” gehört - als Übername für die günstigen Überlandbusse. Bisher hielt ich den Ausdruck als etwas “abwertend” und übertrieben. Seit heute weiss ich, dass es die “Chickenbusse” tatsächlich gibt.

Es ist ein spezielles Gefühl mit dem Piepsen von 50 Kücken, lupfig lauter Cumbia- und Ranchera-Musik und einer Geschwindigkeit von 110 km/h über die Landstrasse zu fegen. Ein Mann hat die Baby-Hähne zur Aufzucht in der Stadt gekauft und ist mit seiner Kartonschachtel in der Fahrgast-Kabine nach Hause unterwegs.

In Mahahual lädt mich das Türkisblaue-Karibik-Meerwasser zum Schnorcheln ein. So gleite ich bald zwischen Fisch-Schwärmen mit kleineren und grösseren Exemplaren dem Riff entlang. Das Riff scheint etwas bleich und die wenigen Korallenpflanzen, die ich sehe sind abgebrochen.

Zurück im Hotel, nach einem fantastischen mexikanischen Nachtessen, wird in einer Fernseh-Sendung der Effekt des Klimawandels auf die Riffe erklärt. Kleine Temperaturschwankungen können bewirken, dass die Korallen die Symbiose mit farbigen Algen aufgeben und so ausbleichen.

In Mexiko werden jetzt wohl die meisten Haushalte Sport-Kanal 5 eingeschaltet haben. Unser Hotelzimmer bildet hier keine Ausnahme. Es ist die Nacht des American-Football-Fiebers. Ich weiss zwar nicht so genau, um was es beim Superbowl geht, aber die Bilder wirken spektakulär.


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