Es gibt sie tatsächlich, diese Inseln

Michael Tanner | 23 Januar 2016
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Nach dem Aufstehen ziehe ich die Flossen an und schwimme zu einer Miniatur-Insel rüber. Um sieben oder acht Uhr bin ich der einzige Mensch hier. Ein paar Vögel singen in den Kronen der Palmen. Ein junger Raubvogel landet über mir und äugt neugierig zu mir herunter. Dem Strand entlang wandernd und dort, wo die Mangroven ins Meer wachsen, durchs knietiefe Wasser watend umkreise ich innert einer gefühlten viertel Stunde die Insel.

Eine Schnur der Fahnenbefestigung hat sich gelöst. Gelegenheit, mich auf den Mast ziehen zu lassen und gleich ein paar Bilder zu machen von diesem wunderbaren Ort.

Es gibt sie also tatsächlich, solche Inseln. Bisher war ich mir nicht ganz so sicher. Vielleicht waren sie ja nur eine Erfindung für Kalender oder Poster. Was für ein riesiges Glück habe ich, dass ich dies in diesem Leben erfahren darf? Wir ankern im “Cayo Holandés” einem Archipel der San Blas Inseln in der Karibik vor Panama.

Ich geniesse die traumhafte Aussicht.

Am Nachmittag schnorchle ich über einem Riff. Hier wäre jetzt eine Unterwasser-Kamera ganz praktisch. Fische in den Farben weiss, rot, blau, gelb und gesprenkelt, grau, schwarz; rote Seesterne, farbige Korallenpflanzen und vieles Meer - ein Traum.

Am Abend sind alle Teilnehmer_innen der World-ARC 2016/2017 auf den Katamaran “Two Fish” zu einem kleinen Apéro eingeladen. Eigentlich schade, dass ich nicht mehr lange weiter mitsegeln werde. Die Stimmung in dieser Gemeinschaft von Menschen auf 32 Segelschiffen ist schon fast magisch. Mit einem Gefühl grosser Dankbarkeit verarbeite ich die Eindrücke dieses Tages in ein paar Zeilen, im oberen Kayüten-Bett von “Aliena” liegend.


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