Verrückte Busfahrt wohl erhalten überstanden

Michael Tanner | 14 Dezember 2015
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Wir erkunden wilden Klippen im Norden Barbados per Bus und zu Fuss

Wir hätten es wissen müssen: “… private bus drivers are reckless…” steht im “Mariner’s Guide to Barbados”.

Noch nie im Leben habe ich in so kurzer Zeit so viel gebetet wie im Minibus, der mit uns zur Nordspitze der Insel gerast ist. “Reckless” - “rücksichtslos” trifft sicher zu. Ich würde es mit “völlig verrückte Fahrweise” ergänzen.

Auf dem Weg zu den Klippen…

… begegnen wir einer Herde Geissen, …

… die von zwei Kormoranen angeführt wird.

Die Hauptattraktion an der Südspitze ist eine Höhle…

… mit einer Badegrotte …

… und den so genannten “Animalplants”. Animalplants sind Wassepflanzen, die aussehen wie Bonsai-Palmen.

Den Rückweg trete ich dann lieber zu Fuss an. Meine Kollegen Olaf, Henning und Christoph entscheiden sich gleich wieder mit dem Bus zu fahren. Ohne mich! Bei über dreissig Grad plus direkter Sonneneinstrahlung halte ich knapp zwei Stunden durch, dann warte ich wieder an irgend einer Bushaltestelle in einem Weiler mit einstöckigen Häusern. Und weereli-weer kommt mehrtönig hupend angefahren????!!!!!

Richtig! DER Bus mit DEM Fahrer von heute vormittag… Als ich realisiere, dass es WIRKLICH der gleiche ist bin ich schon eingestiegen und (halte mich nicht dafür, gleich wieder auszusteigen…) Eine Fahrt über den Atlantik ist ein Sonntags-Spaziergang gegenüber der Fahrt heute Morgen. Zum Glück ist die Rückfahrt nicht ganz so rasant sondern schon FAST “sorgfältig”.

Wiederum heil angekommen erklärt mir eine schwere Frau mit dunkler Hautfarbe den Weg zum kleinen Restaurant. Hier erhalte ich ein warmes Schaumgummibrot-Käsesandwich und 0.6l Süssgetränk in einer grünen Petflasche. Das Ingwer-Getränk schmeckt mir gut.

Gestärkt breche ich Richtung Küste auf. Vor einem kleinen Haus mit kleinen (Gross-?) Kinder begegnet mir die Madame von vorhin. Sie erzählt, dass sie mich gerne zum Essen eingeladen hätte. Es hätte danach ausgesehen, als ob ich schnell etwas Essen gebraucht hätte (wie wahr…) und deshalb habe sie mich ins Restaurant gehen lassen. Ich danke aus vollem Herzen für ihre quasi Einladung und sie erklärt mir den direkten Weg zum Strand. Das klare Wasser kühlt meinen Körper ein wenig und tut gut.

Mit einer Stunde Reserve (mensch weiss ja nie…) erreiche ich das Restaurant “Yachtclub” wo bald darauf Werner und Christian mit dem Dinghi angebraust kommen. Es wird ausklariert und getankt. Um Punkt fünf stechen wir in See und setzen bald die Segel. Der Wind weht in Richtung St. Lucia.

Zum Schluss ein paar Bilder des heutigen Ausfluges ohne Anspruch auf besondere Sortierung.


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