Sightseeing in Strassburg

Michael Tanner | 19 Oktober 2015
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Lottogewinn: Ein Tag vor dem Start in den Süden wird uns Glück fürs ganze Jahr geschenkt.

Wir spielen Lotto in der Bahnofshalle um ein Stück Kuchen. Das geht so: Mein Göttibub, S. und ich haben gemeinsam eine Nummer gezogen. Mit dieser Nummer warten wir darauf, zum Billett-Schalter gerufen zu werden. Es gibt Schalter 1 bis 14. Mein Neffe hat auf Nummer sechs getippt. S. auf die fünf. Schalter fünf schliesst kurz bevor unsere Nummer aufgerufen wird. Vier gewinnt. Das war mein Tipp. Allerdings finde ich es lustiger, wenn alle gewinnen. Drum lade ich alle zu einem Stück Gebäck ein, das wir später bei “Paul” kaufen und zum Dessert mit nach Hause nehmen werden.

Vor der “Maison des Tanneurs” in der “Petite France” machen wir ein Selfie. Dann schauen wir zu, wie ein Touristenboot die Schleuse und eine Drehbrücke passiert. Hier sieht es aus, wie “Suisse Miniatur” - Entschuldigung - “France Miniatur”. Das haben wohl jene auch gedacht, welche das Quartier auf seinen Namen getauft haben ;-). Die Drehbrücke ist, auch “in gross” immer noch recht klein und wirklich süss. Als das Passagierboot vorbei fährt würde ich am Liebsten wie James Bond auf einer Verfolgungsjagd aufs Heck springen. Dabei sähe ich absolut keinen Anlass dazu. Weder fühle ich mich vorfolgt noch meine ich, Bond zu sein. Vielleicht fahre ich einfach grundsätzlich gerne Schiff. Weil ich keine Lust auf eine “garde à vue” habe, lasse ich es sein.

Mein Neffe stellt sich als guter Stadtführer heraus. In der Kathedrale dürfen wir die Steinskulptur eines Hundes streicheln. Dadurch ist uns ein Jahr Glück auf sicher, sagt unser Guide. Wir bestaunen farbige Fenstergläser, Gewölbe und die Astrologische Uhr. Die Sonne steht dabei in Zentrum. Die Planeten darum herum. Am Rande der Uhr sind die Sternzeichen aufgemalt. Von der Erde aus gesehen steht - wen wunderts - die Sonne derzeit im Sternzeichen der Waage. Seit meinem Geburtstag sind vier ereignisreiche Tage vergangen.

Weil das “Solidarité” zu hat, weichen wir auf die Bäckerei “Paul” aus, um unseren Lottogewinn “abzuholen”. Weil “Paul” eine Kette ist und dadurch sehr standardisiert und wenig individuell, ist er mir etwas suspekt. Die kleine Bäckerei um die Ecke, wo ich vor ein paar Jahren eingekauft habe, gibt es nicht mehr.


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