Bahn frei für erneuerbare Energien

Michael Tanner | 18 November 2016
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Wir empfehlen: “Ja” am 27. November zum geordneten Atomausstieg

Heute Morgen als mit dem Fahrrad zum Büro fuhr, begegnete mir ein wunderbarer Regenbogen. Dann habe ich mir gedacht: “Diesmal könnte das Lebendsfördernde gegenüber dem Schädlichen gewinnen”: Die Strompreise im Grosshandel sind derzeit sehr tief. Die Schweiz exportiert mehr Strom als sie importiert. Der Zubau von Stromproduktion aus erneuerbaren Energien hat noch ein riesigen Potenzial. Im Europäischen Vergleich hinkt die Schweiz bei den neuen erneuerbaren Energien Sonne und Wind hinterher. Eine wichtige Ursache dafür sehen wir in der atomaren Energieproduktion. Würden wir endlich auf problemlastige Atomkraft verzichten, wäre ein Boom für die neuen erneuerbaren Energien die Folge. Wir von der sinndrin genossenschaft sind der Meinung, es ist höchste Zeit, die Bahn frei zu geben für die erneuerbaren Energien. Wir sind der Meinung, die vorgesehenen Laufzeiten für die einheimischen Atomkraftwerke ist selbst nach Vorgabe der Initiative bei weitem zu lange. Trotzdem wäre es unstimmig, uns deshalb gegen die Initiative auszusprechen. Es scheint sich bei dieser Initiative um einen sogenannt “gutschweizerischen Kompromiss” zu handeln. Damit eine Initiative angenommen wird, braucht es die Mehrheit der Bevölkerung so wie der Kantone (Stände). Die Gefahr, dass die Initiative zum geordneten Atomausstieg am Ständemehr scheitert, ist gross. Dem entsprechend haben wir uns entschieden, die Abstimmung in einem kleinen Kanton mit zu beeinflussen. Für den Kanton Glarus haben wir ein Fundraising geplant und umgesetzt, um ein stringentes zweiseitiges Inserat, in der Glarner Woche zu schalten. Das Inserat zerpflückt Argumente der Initiativ-Gegnerschaft. Es freut uns riesig, dass innerhalb von nur fünf Tagen genügend Geld zusammen gekommen ist, um das Inserat zu finanzieren. Wir danken allen Beteiligten von “Glarus ohne Atom” ganz herzlich für ihr Engagement in dieser Sache! Jetzt tüe mir Holz aalänge, dass nicht nur die Mehrheit der Abstimmenden gesamthaft, sondern auch die Mehrheit in jedem Kanton “JA” stimmen wird zur Initiative für den geordneten Atomausstieg. Damit schaffen wir Platz für eine umwelt- und menschenverträglichere Stromherstellung.

Foto: Roger (merci!) Montage: Michael


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